1873-1881
Franz Landtmann

Das hätt' sich Franz Landtmann nie träumen lassen...

Als Franz Landtmann am 1. Oktober 1873 „Wiens eleganteste Café-Localität“ eröffnete, war rund um das Landtmann von der heutigen Pracht der Ringstraße noch nicht viel zu sehen, denn vis-à-vis gab es zwei riesige Baustellen: Das neue Rathaus und die neue Universität. Neben dem Landtmann befand sich noch nicht das Burgtheater, sondern ein Rest der Löwelbastei. Damals gab es übrigens auch noch keine Autos, keine serienreife Glühbirne, kein Radio, kein Telefon, keinen Büstenhalter und keine Nylonstrümpfe...

Franz Landtmann selbst war kein Wiener, sondern ein ”Zuag’raster” aus dem Vorort Währing, der damals noch zu Niederösterreich gehörte. Als Cafetier war er erblich vorbelastet, denn er stammte aus einer Familie von Kaffeesiedern, Lebzeltern und Feigenkaffee-Fabrikanten. Sieben Jahre später, im Jahr 1881 verkaufte er sein Kaffeehaus an die Brüder Wilhelm und Rudolf Kerl.

Café Landtmann